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Ostasiatisches Seminar Artikel
Ostasiatisches Seminar ist die Nennung der Fachbereiche für Ostasiatische Studien der Freien Universität Berlin , der Universität Göttingen, der Universität Köln und der Universität Zürich.
Sinologie an der FU Berlin | |
Die Sinologie am Ostasiatischen Seminar (OAS) der Freien Universität Berlin gehört zu den größten und traditionsreichsten sinologischen Fachrichtungen Deutschlands. Hier wurden erstmals 1833 von dem Orientalisten Wilhelm Schott (1802-1889) Vorlesungen zur chinesischen Sprache und Philosophie gehalten. In dieser Phase, die von Schott und seinen Nachfolgern Georg von der Gabelentz (1840-1893) und Wilhelm Grube (1855-1908) repräsentiert wird, beschränkte sich die Beschäftigung mit China auf die Bereiche klassische Sprache und klassisches Schrifttum, bei Grube erweitert durch Volkskunde und Religion. 1912 richtete die Universität dann den ersten Lehrstuhl speziell für Sinologie ein, dessen erster Inhaber J. J. M. de Groot (1854-1921) war. Seine Arbeiten in dem Bereich der chinesischen Religionen spiegeln ein damals verbreitetes Überlegenheitsdenken Europas gegenüber China wider. Zu den bekannteren Dozenten und Professoren des SOS gehörten in der kolonialen Phase des Deutschen Reiches Karl Arendt (1838-1902), der chinesische Umgangs- und Schriftsprache sowie landeskundliche Themen unterrichtete, Alfred Forke (1867-1944), der sich besonders mit chinesischer Philosophie beschäftigte, und Wilhelm Schüler (1869-1935), der Unterricht in Sprache und Realien erteilte. Sie alle zeichneten sich durch ein differenzierteres und nicht ohne weiteres für die deutsche Kolonialpolitik instrumentalisierbares China-Bild aus. Die 1898 begründeten und jährlich herausgegebenen "Mitteilungen des Seminars für Orientalische Sprachen" (MSOS) entwickelten sich zu einem wichtigen wissenschaftlichen Publikationsforum für Sinologen und Japanologen.
Auf de Groot folgte 1923 Otto Franke (1863-1946), der mit Forderungen (Differenzierung des Faches nach verschiedenen Wissensgebieten, Hinwendung zur chinesischen Gegenwart, Verbindung von klassischer und moderner Sinologie, Quellenkritik in der Historiographie und Systematisierung des Wissens über China) und seiner Zuwendung zur chinesischen Geschichte, die in seine fünfbändige "Geschichte des chinesischen Reiches" (1930-1952) mündete, wohl der bedeutendste Vertreter der deutschen Sinologie seiner Zeit war. Sein Nachfolger war Erich Haenisch (1880-1966), der sich mit Sprache und klassischem Schrifttum beschäftigte und 1932 zu dem Professur für Sinologie ernannt wurde.
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- 1956-1960: Walter Fuchs
- 1961-1963: Alfred Hoffmann
- 1970-1977: Bodo Wiethoff
- 1971-1994: Kuo Heng-yü
- 1983-: Erling von Mende
- 1990-: Mechthild Leutner
- 1998-: Eberhard Sandschneider
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Professoren in Japanologie |
- Irmela Hijiya-Kirschnereit
- Sung-jo Park
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Sinologie an der Universität Göttingen | |
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- 1953-1970: Hans O. H. Stange
- 1972-1975: Rolf Trauzettel
- 1977-: Erhard Rosner
- 1993-: Helwig Schmidt-Glintzer
- 19
3-2000: Michael Lackner
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Japanologie an der Universität Göttingen | |
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Sinologie an der Universität Köln | |
Die Modernen China-Studien sind federführend an dem fakultätsübergreifenden Diplomstudiengang Regionalwissenschaften China beteiligt. Dieser Studiengang verzahnt kultur-, wirtschafts-, sozial- und rechtswissenschaftliche Ansätze miteinander. Er vermittelt Grundkenntnisse in einem Fach, die dann regionalspezifisch auf China angewandt werden. In dem Chinabereich besteht er aus den Teilbereichen Neuere Geschichte/ Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, vertreten durch Professor Thomas Scharping, Chinesische Rechtskultur, vertreten durch Professor Robert Heuser, sowie Moderne Literatur und Philosophie, vertreten durch Professor Lutz Bieg. Als Fachrichtungen innerhalb des Studienganges stehen die Fächer Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre, Jura und Politikwissenschaft zur Auswahl. Der neue Diplom-Studiengang wurde neben dem weiterbestehenden Magister-Studiengang Sinologie mit dem Absicht einer Berufsausbildung zu dem Regionalspezialisten für Wirtschaft, Presse und Verbände, den öffentlichen Dienst, internationale Organisationen und die Forschung eingerichtet.
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Professoren der Sinologie |
- 1960-1970: Walter Fuchs
- 1964-1968: Günther Debon
- 1970-1995: Martin Gimm
- 1989-: Thomas Scharping
- 1989-: Lutz Bieg
- 1992-: Robert Heuser
- 2001-: Helmolt Vittinghoff
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Sinologie an der Universität Zürich | |
1940/41 bot Eduard Horst von Tscharner sinologische Lehrveranstaltungen an. Für die Zeit zwischen Wintersemester 1945 und Sommersemester. Der viersemestrige Sprachkurs “Einführung in die Chinesische Sprache und Schrift� wurde ab 1948 zuerst von zehn, dann neun, dann sieben und schließlich von sechs Personen besucht. 1964 wurde Robert P. Kramers Extraordinarius für Sinologie.
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Professoren der Sinologie |
- 1949-1962: Eduard Horst von Tscharner
- 1964-1984: Robert Paul Kramers
- 1985-: Robert H. Gassmann
- 2002-: Andrea Riemenschnitter
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Japanologie an der Universität Zürich | |
1968/69 beschloss die Fakultät die Schaffung eines neuen Lehrstuhls unter gleichzeitiger Einführung des Studienganges Japanologie, und damit erhielt das Seminar seine bis heute gültige Nennung “Ostasiatisches Seminar�. Den Ruf erhielt der Holländer Cornelius Ouwehand (1920–1996). Seine Nachfolge als
Ordinarius für Japanologie trat 1989 Eduard Klopfenstein (*1938) an.
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Professor der Japanologie |
- Cornelius Ouwehand: 1968 - 1989
- Eduard Klopfenstein: 1989
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